Untergrund vorbereiten
Schimmel in den Wohnräumen ist so unschön wie unangenehm – und er kann sogar gesundheitsschädlich sein. Auch wenn es eine Reihe von Möglichkeiten gibt, Schimmel zu entfernen, ist es allemal besser, wenn er gar nicht erst auftritt. Wie aber kann man der Schimmelbildung vorbeugen und die Verbreitung von Schimmel vermeiden?
Lüfte so viel wie möglich – aber richtig!



Wohlfühlzohne für den Schimmel? Der Keller!
Eine weitere Stelle im Haus, die besonders anfällig für Schimmel ist, ist der Keller. Insbesondere bei allen vor dem 2. Weltkrieg gebauten Gebäuden, aber auch bei vielen Nachkriegsbauten, fehlt die Abdichtung der Keller und es kommt daher oft zu einer Durchfeuchtung. In solchen Kellern sollten keine Gegenstände des täglichen Bedarfs, die empfindlich gegen Schimmelpilzbefall sind, gelagert werden. Kellerräume, die zur dauerhaften Nutzung (Wohnzwecke o.ä.) vorgesehen sind, sollten beheizbar sein und über eine Fensterlüftungsmöglichkeit verfügen. Vor allem im Sommer gibt es schnell Probleme: In Kellerräumen sind die Außenwände oftmals relativ kalt. Werden Kellerfenster tagsüber geöffnet, kann die warme und feuchte Außenluft hineingelangen. Diese kühlt an den immer kalten Außenwänden des Kellers ab, es kommt zu Kondensation und Feuchtigkeitsbildung, in extremen Fällen sogar zur Pfützenbildung. Dadurch kann es schnell zu einem verstärkten Schimmelpilzwachstum kommen. Um Schimmel im Keller zu vermeiden, sollte in Kellerräumen während der wärmeren Jahreszeit nicht am Tag, sondern vorzugsweise nachts bzw. in den frühen Morgenstunden gelüftet werden. Aber selbstverständlich ist nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter in Kellerräumen eine verstärkte Lüftung sinnvoll. Im Winter kann sie zu jeder Tageszeit erfolgen, solange die Außentemperatur unter der des Kellers liegt. Denn dann ist die Luft von draußen mit weniger Feuchtigkeit angereichert, also trockener als die im Keller. Achtung: Wie in den Wohnräumen wird auch im Keller während des Winters nur stoßgelüftet. Das bedeutet, dass du die Fenster für einen kurzen Zeitraum (zwischen 5 und 10 Minuten) vollständig öffnest und auf diese Weise einen effektiven und raschen Luftaustausch gewährleistest.
Nachhaltiger Schimmelschutz - Langfristig Ruhe
Welche Häuser sind betroffen? Nur Altbauten oder auch frisch sanierte Häuser?
Wer glaubt, dass nur in Altbauten aufgrund ihrer Bauweise eine Wohnung mit Schimmel befallen werden kann, muss umdenken. Auch im Neubau kann sich Schimmel breitmachen. Hier kann die sogenannte Baufeuchte zum Problem werden. Als Baufeuchte bezeichnet man vorrangig die Feuchte in Mauerwerk und Rohbau, die in der Bauphase in den Neubau gebracht wird, zum Beispiel bei Putz- und Estricharbeiten. Sie kann sowohl im Neubau als auch nach Sanierungen für eine gewisse Zeit auftreten. Entscheidend ist, wie viel Feuchtigkeit in das Gebäude gelangt. Durch die Bauweise bedingt fällt in massiv errichteten Gebäuden mehr Baufeuchte an als bei Leichtbauhäusern. Um Schimmelbildung zu vermeiden, muss diese Baufeuchte durch verstärktes Lüften und Heizen aller Räume aus dem Gebäude entfernt werden. Man kann davon ausgehen, dass dies im Neubau (Massivbauweise) nach 1 bis 2 Jahren erreicht ist. Für diesen Zeitraum musst du daher auch mit höheren Heizkosten rechnen, um eine Schimmelbildung zu vermeiden.





