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Richtiges Lüften - geben Sie Schimmel keine Chance!

richtig lueften - kein Schimmel

Ein 4-Personen-Haushalt setzt pro Tag etwa zwölf Liter Wasser durch Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und die normale Atemluft an die Umgebung frei. Kann diese Feuchtigkeit aus der Luft nicht entweichen, lagert sie sich an der kältesten Stelle im Zimmer als Tauwasser ab. An den dadurch feuchten Wänden ist die Schimmelbildung praktisch vorprogrammiert. Lesen Sie hier wie Sie gegensteuern können.

 

Was man grundsätzlich beachten sollte! 

Schimmelpilze haben bei niedriger Luftfeuchtigkeit und angemessener Raumtemperatur so gut wie keine Chance, sich festzusetzen.

Deshalb sollten Sie regelmäßig lüften um, die feuchte Raumluft gegen trockenere Außenluft zu ersetzen.

Die Arten des Lüftens

Um durch richtiges Lüften Schimmel zu vermeiden, stehen Ihnen folgende Wege offen:

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Die Kipplüftung
Bei gekipptem Fenster erfolgt in rund 60 Minuten ein vollständiger Austausch der Raumluft. Nachteil: Dieses Lüften dauert! Gerade im Winter kühlen dabei Laibungen und Wände aus und werden anfällig für Kondensfeuchte.

Die Stoßlüftung
Je nach Windstärke und Temperaturdifferenz zwischen innen und außen ist der Luftwechsel nach fünf bis zehn Minuten abgeschlossen. Danach das Fenster wieder zügig verschließen. Bei trockenem, mildem Wetter ist diese Methode gut geeignet, bei Niederschlag und / oder zu heißen oder zu kalten Außentemperaturen gibt es Probleme.

Die Querlüftung
Bei „Durchzug“ strömt in wenigen Minuten viel frische Luft in den Raum. Die Wände kühlen nicht aus und wärmen die Luft rasch wieder an. Allerdings müssen die Räume einen Durchzug ermöglichen, ansonsten reicht der Luftstrom nicht aus.

 

Lüften in den verschiedenen Räumen

Lüften im Schlafzimmer

Im Schlafzimmer sollten Sie bei milden Außentemperaturen, also in der Regel zwischen April und September, das Fenster – wenn möglich und gewünscht – nachts gekippt oder ganz geöffnet halten. Das bringt den größten Luftaustausch. Alternativ können Sie direkt nach dem Aufstehen eine intensive Stoßlüftung mit weit geöffnetem Fenster vornehmen.
Eine zu feuchte Raumluft sorgt gerade im Winter für Tauwasserausfall an Wärmebrücken des Gebäudes und somit auch zu Schimmelpilzbefall an diesen Stellen. Ist es draußen zu kalt, kühlt das Mauerwerk aus - dadurch kann das gekippte Fenster das Risiko von sich bildendem Kondenswasser bergen, das ein Risiko für die Schimmelbildung mit sich bringt.
Dann ist Querlüften eine effektive Methode, um in kurzer Zeit die gesamte Luft im Innenraum auszutauschen.
Abhängig davon, wie oft Sie vom Querlüften Gebrauch machen, verringert sich die Zeit, während der die Fenster geöffnet bleiben sollten. Weil Wände und Böden sowie Ihre Möbelstücke nicht mit auskühlen, heizt sich die Frischluft in der Wohnung rasch auf. So begrenzen Sie den Energieverlust auf ein Minimum. Die trockene Außenluft nimmt Feuchtigkeit aus den Wänden auf und hilft dabei, Ihre Wohnung schimmelfrei zu halten.

Lüften im Wohnzimmer

Auch im Wohnzimmer ist regelmäßiges Lüften erforderlich. Vor allem wenn sich im Wohnzimmer sehr viele Pflanzen oder andere Feuchtequellen (Wäsche, Zimmerspringbrunnen) befinden, sollten Sie großen Wert auf regelmäßiges Lüften legen, um die Feuchtigkeit zu entfernen. Spätestens wenn die Luftqualität als „schlecht“ empfunden wird oder Wassertropfen an den Fensterscheiben zu beobachten sind, sollte eine Stoßlüftung erfolgen.

Lüften in Bad und Küche

04Besonders viel Feuchtigkeit kann in kurzer Zeit in Küche und Bad anfallen. Duschen, Baden und Wasserdampf-Entwicklung beim Essenkochen sorgen dabei für große „Feuchtespitzen“. Diese sollten unmittelbar nach dem Verursachen durch intensive Fensterlüftung entfernt werden.

Im Bad sollte, insbesondere bei eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit, nach dem Duschen das Wasser von Wänden und Boden entfernt werden. Vermeiden Sie textile Badvorhänger, da sich in den Stoff-Fasern die Luftfeuchtigkeit festzusetzen droht.

 

Lüften im Keller

Eine weitere Stelle im Haus, die besonders anfällig für Schimmel ist, ist der Keller. Insbesondere bei allen vor dem 2. Weltkrieg gebauten Gebäuden, aber auch bei vielen Nachkriegsbauten, fehlt die Abdichtung der Keller und es kommt daher oft zu einer Durchfeuchtung. In solchen Kellern sollten keine Gegenstände des täglichen Bedarfs, die empfindlich gegen Schimmelpilzbefall sind, gelagert werden. Kellerräume, die zur dauerhaften Nutzung (Wohnzwecke o.ä.) vorgesehen sind, sollten beheizbar sein und über eine Fensterlüftungsmöglichkeit verfügen.

Keller lüften im Sommer

Vor allem im Sommer gibt es schnell Probleme: In Kellerräumen sind die Außenwände oftmals relativ kalt. Werden Kellerfenster tagsüber geöffnet, kann die warme und feuchte Außenluft hineingelangen. Diese kühlt an den immer kalten Außenwänden des Kellers ab, es kommt zu Kondensation und Feuchtigkeitsbildung, in extremen Fällen sogar zur Pfützenbildung. Dadurch kann es schnell zu einem verstärkten Schimmelpilzwachstum kommen. Um Schimmel im Keller zu vermeiden, sollte in Kellerräumen während der wärmeren Jahreszeit nicht am Tag, sondern vorzugsweise nachts bzw. in den frühen Morgenstunden gelüftet werden.

Keller lüften im Winter

Aber selbstverständlich ist nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter in Kellerräumen eine verstärkte Lüftung sinnvoll. Im Winter kann sie zu jeder Tageszeit erfolgen, solange die Außentemperatur unter der des Kellers liegt. Denn dann ist die Luft von draußen mit weniger Feuchtigkeit angereichert, also trockener als die im Keller. Achtung: Wie in den Wohnräumen wird auch im Keller während des Winters nur stoßgelüftet. Das bedeutet, dass Sie die Fenster für einen kurzen Zeitraum (zwischen 5 und 10 Minuten) vollständig öffnen und auf diese Weise einen effektiven und raschen Luftaustausch gewährleisten.

Bei Baufeuchte – richtig lüften

Auf Baufeuchte sollten Sie durch verstärktes Lüften reagieren. Das gilt übrigens auch nach einer erfolgten Sanierung der Wohnung, denn auch hier kann eine kritische Feuchtesituation in der Wohnung entstehen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Fenster erneuert werden und die Außenwand nicht wärmegedämmt ist. Die Oberflächentemperatur zur Raumseite bleibt dann niedrig, es kann zur Kondensbildung kommen. In dieser Situation muss das Lüftungsverhalten den neuen Bedingungen angepasst werden und häufiger bzw. länger als gewohnt gelüftet werden. Es wird empfohlen, die relative Raumluftfeuchte in der Wohnung mit einem Hygrometer zu überprüfen.

Über den Autor

Marion Fuchs
Marion Fuchs

Marion Fuchs ist natürlich nicht die Autorin unserer vielen Blogbeiträge. Da nicht jeder Autor abgebildet sein will, haben wir uns entschieden, Frau Fuchs zu nehmen. Sie schreibt zwar keine Beiträge selbst, ist allerdings dafür verantwortlich, dass auf dieser Site immer mehr gute Blogbeiträge erscheinen.

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